NDVI-Analyse richtig interpretieren
Der Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) ist eines der wichtigsten Werkzeuge zur Fernerkundung von Vegetation. Erfahren Sie, wie Sie die Daten korrekt interpretieren und für Ihre Klimaanalyse nutzen.
Was ist NDVI?
Der NDVI (Normalized Difference Vegetation Index) ist ein dimensionsloser Index, der aus Satellitendaten berechnet wird. Er basiert auf der Tatsache, dass gesunde Vegetation rotes Licht absorbiert und Infrarot reflektiert, während unbewachsene Flächen beide Wellenlängen ähnlich reflektieren.
Formel: NDVI = (NIR - ROT) / (NIR + ROT)
NDVI-Werte richtig verstehen
Der NDVI-Wert liegt immer zwischen -1 und +1. Hier eine Übersicht der typischen Werte:
Dichte, gesunde Vegetation
Wälder, dichtes Grünland
Spärliche Vegetation
Wiesen, landwirtschaftliche Flächen
Kaum Vegetation
Versiegelte Flächen, Felsen
Keine Vegetation
Wasser, Schnee, Wolken
Praktische Anwendung in der Klimaanalyse
NDVI-Analysen sind vielseitig einsetzbar:
- Identifikation von Grünflächen und deren Veränderung
- Früherkennung von Trockenstress bei Pflanzen
- Bewertung der Urbanisierung und Flächenversiegelung
- Planung von Begrünungsmaßnahmen
- Langfristige Trendanalysen über mehrere Jahre
Grenzen der NDVI-Analyse
Der NDVI hat auch Limitationen, die Sie kennen sollten:
- Wolken: Bewölkung verfälscht die Messwerte erheblich
- Saisonalität: Der Index ist jahreszeitlich stark variabel
- Boden: Heller Boden kann hohe Werte vortäuschen
- Vegetationstyp: Verschiedene Pflanzen haben unterschiedliche NDVI-Charakteristiken
NDVI-Analyse mit KlimaLens
KlimaLens bietet Ihnen eine automatisierte NDVI-Analyse:
- Automatische Berechnung aus Satellitendaten
- Historische Analyse bis 2017
- Export als GeoTIFF und GeoJSON
- Visuelle Darstellung auf interaktiver Karte